Wie funktioniert eine britische Lebensversicherung?
In den letzten 15 Jahren ist es der britischen Lebensversicherungsbranche gelungen, sich auch in Deutschland einen entsprechenden Marktanteil an der privaten Altersvorsorge zu sichern. Doch was ist eigentlich eine britische Lebensversicherung? Nun, im Grunde handelt es sich um ein Lebens- oder Rentenversicherungsmodell vergleichbar der deutschen Kapitallebensversicherung. Der Unterschied zu einer klassischen deutschen Versicherungspolice liegt in der Anlage der vereinnahmten Kundengelder.
So dürfen in Deutschland maximal 30% der Kundengelder an den internationalen Aktienmärkten investiert werden. Eine solche Begrenzung sieht die britische Versicherungsaufsicht nicht vor. Deshalb können britische Lebensversicherungsgesellschaften während der Vertragslaufzeit wesentlich stärker in Aktien investieren. Um optimal auf die Marktbewegungen reagieren zu können, hat die britische Lebensversicherungsbranche die sogenannten With-Profit-Fonds entwickelt. Abhängig von der Marktsituation können diese Fonds bis zu 100% in Aktien investiert sein. Um die Schwankungen an der Börse für den Anleger auszugleichen, wird jedes Jahr eine garantierte Wertzuweisung ausgesprochen. Diese Wertzuweisung ist dann unabhängig von der tatsächlichen Wertentwicklung des Marktes zum Ablauf des Versicherungsvertrages garantiert. Durch dieses Anlagemodell liegt die Rendite einer britischen Lebensversicherungspolice in der Regel deutlich höher als beim deutschen Bruder. Die bekanntesten britischen Versicherungsunternehmen, die in Deutschland aktiv sind, sind wohl die Standard Life und die Clerical Medical.
Doch nicht nur bei der Rendite hat die englische Lebensversicherung die Nase vorn. Auch in Sachen Insolvenzschutz, waren die Briten ein Jahr früher dran als die Deutschen. Denn der deutsche Sicherungsfonds Protektor wurde erst im Jahre 2002 am Markt etabliert. Das britische FSCS (Financal Services Compensation Scheme) wurde schon im Jahr 2001 eingeführt.
Wer sich ausführlich zur britischen Lebensversicherung beraten lassen möchte, muss sich an einen unabhängigen Versicherungsmakler wenden. Denn aus Gründen der Kostenersparnis, arbeiten die britischen Anbieter in Deutschland nicht mit einem eigenen Außendienst.
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Der Artikel Wie funktioniert eine britische Lebensversicherung? in der Kategorie Versicherungen, wurde am 26.03.2009 um 10:28 Uhr geschrieben und vom Autor Markus Köhler info
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