Sinnliche Informationstechnologie

Die Arbeitswelten verändern sich ständig und die Entwicklung seit Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts zeigt in Richtung Informationsgesellschaft. Da beinahe jeder moderne Mensch in der ersten und zweiten Welt  mit dieser Neuentwicklung entweder beruflich oder privat konfrontiert wird, hat sich eine Neuinterpretation des Package-Design herausgebildet. Es wird hier die Rede von Informationstechnologie-Design sein. Package-Design hat seinem Namen nach ja die Aufgabe Produkte kundengerecht zu verpacken und damit zu vermarkten. Die Aufgaben des Informationstechnologie-Design heben diese Herausforderung auf eine Metaebene, indem sie nicht nur die Gerätschaften ergonomisch und sozio-kulturell überdenken, sondern sich auch mit der kundengerechten Datenaufbereitung auseinander setzten. Hier muss der Ansatz der Präsentation weit über die Gefälligkeit hinausgehen. Das Gebiet befindet sich in einem Spannungsfeld zwischen Psychologie, Grafikdesign und technologischer Weiterentwicklung.

Besonders die Wahrnehmungspsychologie kommt beim Informationstechnologie-Design zum Tragen, hat sie doch schon erstaunliche Erkenntnisse zu Tage gefördert, wie das menschliche Gehirn Informationen aufnimmt und am besten verarbeiten kann. Neben den bekannten Faktoren der Funktionalität, der Ergonomie, der Sicherheit und Gebrauchstauglichkeit haben Benutzerfreundlichkeit und produktsprachliche Funktionen in diesem Metier einen besonders hohen Stellenwert. Dadurch, dass Informationen zumeist von allen Sinnen gleichzeitig erfasst und verarbeitet werden, bekommen neben formal-ästhetischen Funktionen, die vor allem dem Sichtkontakt dienen, semantischen Funktionen erhöhte Bedeutung. Über Zeichen und Symbole lässt sich jede Menge kommunizieren und vielen Menschen gleichzeitig ist es möglich eine Funktion aus ihrem kulturellen Vorwissen heraus zu verstehen, ohne sich ganz neu in eine gewisse Materie einarbeiten zu müssen. So hat also das Package-Design vorab gesellschaftliche Erhebungen zu tätigen, um Symbole heraus zu filtern, die möglichst breit verständlich sind und auch angenommen werden. Zunehmende Bedeutung haben auch Anzeichenfunktionen, denen haptische, olfaktorische und akustische Reize zugerechnet werden. Immer mehr geht das Informationstechnologie-Design in die Richtung nicht nur visuell Daten zu vermitteln, sondern dies auch über Hören, Sprechen und Riechen zu versuchen.


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Der Artikel Sinnliche Informationstechnologie in der Kategorie Dienstleistung, wurde am 22.10.2008 um 13:54 Uhr geschrieben und vom Autor Patrick Berger p.bergerschindler-gitarren.at verfasst.