Immer populärer: Scootertuning bei Jugendlichen
Scootertuning wird immer beliebter. Viele Jugendliche tunen ihre ab Werk meistens mit einem Hubraum von 50 Kubik ausgestatteten, mit zwischen 25 und 50 km/h eher langsamen Motorroller. Tuning macht schnell und vervielfacht die Leistung, vor allem mit einem 70 oder 80 Kubik High-End-Zylinder. Und man will mit seinen Freunden mithalten, die auch Roller-Tuning betreiben. Bereits zwei Drittel aller 50-Kubik-Roller sind getunt. Aber auch beim Scootertuning geht nichts ohne saubere Arbeit und ausreichendes Grundwissen, auch zu den verwendeten Roller-Ersatzteilen.
Wie es in Scooterkreisen heißt: "Scootertuning is not a crime". Viele fahren am Wochenende zu legalen Rollertreffen auf für den öffentlichen Verkehr abgesperrten Strecken, wo Sicherheitsvorschriften und Schutzkleidung Standard sind. Leider sind Jugendliche, die ohne Helm, nur in T-Shirt, kurzer Hose und Badeschlappen ganze Wheelies fahren, keine Seltenheit.
Tuning und Rollerersatzteile sind nicht immer billig zu haben, aber Fahrspaß geht mit dem Spaß am gemeinsamen Selbstschrauben Hand in Hand. Man guckt, wer den schönsten und schnellsten Roller hat oder bei Rennen auf langen Geraden alle anderen „abzieht“. Gefragt, warum sie so verbissen bei der Sache sind, kommt die Antwort: Besser, als irgendwo mit miesen Drogen abzuhängen.
Damit Tuning-Umbauten über entsprechende Rollerteile, die sich auf Höchstgeschwindigkeit, Hubraum, Motorleistung, Lautstärke und Schadstoffausstoß auswirken, nicht zum Verlust der Betriebserlaubnis führen, sollte eine TÜV-Vollabnahme erfolgen. Mit dem M-Führerschein darf man hier offiziell nicht mehr fahren, - ein spezieller Führerschein ist die Lösung, ergänzt durch einen angepassten Versicherungsschutz. Wer hat schon gern Punkte in Flensburg oder möchte seinen Scooter zwangsweise in den Originalzustand versetzen?
Zweitaktmotoren bieten Tuningpotential: Entdrosselung bringt Höchstgeschwindigkeiten ohne technische Einschränkung. Man baut kompaktere Zylinder namhafter Hersteller ein und ergänzt dies mit dem Einbau eines größeren Vergasers für eine optimierte Befüllung des Zylinders und eine Kurbelwelle mit High-Primary-Compression (HPC). Zylinderkit, Vergaser, Tuningsauspuff und Getriebeabstimmung sind oft schon für unter 500 Euro zu haben.
Sehr populär sind Resonanz-Sportauspuffe und Tuning-Variatoren liefern optimierten Schaltkomfort. Über Customizing-Tuning kann man sein Serienprodukt individuell umbauen: Rahmen werden geändert oder der Auspuff geflext und ein anderes Fabrikat aufgeschweißt.
Viel Liebe zum Detail wird in eine attraktive Optik aus dem Scootershop investiert. Extrem angesagt: Der sogenannte Böse Blick (BCD), Formel-1-Spiegel, spezielle Effekt-Lacke, Downhill-Lenker, Chromfelgen oder eine Unterbodenbeleuchtung aus blauen LEDs. Die Verkleidung zieren Aufkleber (z. B. von Malossi) sowie Sporthecks oder Designer-Verkleidungsteile. Beliebtes Zubehör sind Blinkergläser in diversen Farbstellungen, extravagante Griffe, LED-Blinker, Trittbretter sowie Sitzbezüge, die es in jedem gutsortierten Rollershop gibt.
Und: Viele Rollertuner träumen längst davon, ihr Hobby zum Beruf zu machen: Eine Lehre als Zweiradmechaniker ist das Ziel vieler Jugendlicher.
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Der Artikel Immer populärer: Scootertuning bei Jugendlichen in der Kategorie Hobby / Freizeit, wurde am 01.12.2008 um 15:27 Uhr geschrieben und vom Autor Eren Kozik mail
erenkozik.de verfasst.
