Fit für den Businessplan
Zur Vorbereitung einer Existenzgründung gehört unbedingt ein Businessplan; das pfeifen die Spatzen von den Dächern. Aber: Viele, die eine Existenzgründung planen, setzen sich vor ein leeres Blatt Papier und fangen blindlings an, einen Businessplan zu schreiben. Das erweist sich in den wenigsten Fällen als sinnvoll; es sei denn man hätte sehr viel Übung damit. Besser ist es, sich auf die Erstellung des Businessplanes Schritt für Schritt vorzubereiten und die Sache etwas langsamer anzugehen. So wird der Businessplan gehaltvoller, deutlich überzeugender und letztlich profitiert damit die gesamte Existenzgründung vom Vorgehen.
Bevor sich ein Gründer an den Businessplan setzt, ist es sinnvoll, sich kritisch zu fragen, ob es Wissenslücken in Sachen Betriebswirtschaftslehre gibt. Im Businessplan sind jede Menge betriebswirtschaftliche Fragestellungen zu bearbeiten und wer sich beispielsweise mit dem Marketing, mit dem Einkauf, mit dem Vertrieb, mit Kalkulationen oder mit anderen relevanten Punkten nicht auskennt, wird Schwierigkeiten bekommen, einen schlüssigen Businessplan zu erstellen. Wissenslücken sollten also mit Hilfe von Büchern, mit Seminaren oder mit Hilfe von Gründercoachings zunächst geschlossen werden.
Sind die Kenntnisse voran gekommen oder schon vorhanden, geht es nun an den nächsten Schritt: Das Sammeln von Informationen für den Businessplan. Zu diesen Informationen, die eingesammelt werden sollten, gehören beispielsweise Marktdaten, die von Kammern, Verbänden oder Banken und anderen angeboten werden. Auch das Festhalten von Wettbewerbern gehört zur Datensammlung vor dem Erstellen des Businessplanes. Welche Wettbewerber gibt es? Was bieten diese an? Welche Zielkunden sprechen Wettbewerber an? Solche und andere Fragen sollten in der Sammlung geklärt werden. Auch das Sammeln von Branchenkenndaten ist hilfreich. Wer weiss, wie hoch der Wert einkaufter Ware bei einer Existenzgründung in der Gastronomie üblicherweise ist, tut sich mit den Kalkulationen später viel leichter und vermeidet schwerwiegende Fehler beim Berechnen der Investitionen und bei anderen Daten.
Es ist auch sinnvoll, sich darüber Gedanken zu machen, welche Stärken, Schwächen, Chancen und Risken das Vorhaben aufweist. Diese Sammlung von Gedanken kann man auch im Vorfeld erledigen. Man kann dann im Businessplan auf diese Punkte eingehen; wobei Schwächen und Risiken nicht unter den Tisch fallen sollten. Viel mehr ist gefordert, Lösungsansätze zum Begrenzen von Risiken zu finden und Schwächen auszugleichen. Wer sich gut vorbereitet, kommt mit dem Businessplan dann schneller und zielgerichteter voran und steigert sogar die Chancen auf eine Erfolg mit der geplanten Existenzgründung.
Autor/in: Andrea Delp
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Der Artikel Fit für den Businessplan in der Kategorie Business, wurde am 17.12.2008 um 10:51 Uhr geschrieben und vom Autor Andrea Delp info
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